Tipps gegen den Corona-Blues

Wohlbefinden

Mann der lächelt zeigt auf Mann, der traurig ist

Tipps gegen Corona-Blues

Corona hat uns nunmehr seit 2 Jahren fest im Griff. Trotz der Impfung, welche wir alle sehnsüchtig erwarteten, zieht der Ausnahmezustand in der kühlen Saison wieder zunehmend an. Gebeutelt von Sorgen, Ängsten, der Unsicherheit, Erschwerung von Planbarkeit, Vereinsamung und das mehr oder weniger stark ausgeprägt über nunmehr 2 Jahre.

Insbesondere wenn du bereits einen Schlaganfall erlitten hast oder du Risikofaktoren in dir trägst, welche einen Schlaganfall begünstigen könnten, ist der beste Rat, gut für dich zu sorgen.

Wie also mit der Situation umgehen?

Unser Immunsystem ist eine sensible Angelegenheit und es ist wichtig zu verstehen, dass Balance ein Faktor ist, der immensen Einfluss nimmt.

Ganzheitlichkeit ist ein Begriff, der oft genutzt und selten wirklich begriffen wird. Er beinhaltet, dass Körper, Geist und Seele im Einklang schwingen sollten, um die sogenannte Homöostase zu unterstützen. Homöostase bezeichnet das biochemische Gleichgewicht von aufbauenden (anabolen) und abbauenden (katabolen) Prozessen innerhalb des Organismus.

Unsere Seele möchte ebenso wie unser Körper genährt und gefördert werden. Was heißt das genau?

Es gibt Gefühls- und Gedankenqualitäten, welche unserer Gesundheit zuträglich sind. Angst und Sorge sind gleichzusetzen mit Stress. Stress wiederrum schwächt unser Immunsystem. Gefühle wie Freude, Zuversicht, Vertrauen nähren im Gegenzug unser Immunsystem.

Konkret möchten wir dir den Hinweis geben, gut auf deine Gefühle und Gedanken zu achten.

Welchen Dingen gibst du Raum?

Es ist wichtig informiert zu sein, sich jedoch sollte man sich nicht in täglichen Nachrichten oder Gesprächen über Corona vor Angst verfangen.

Gesundheit ist per Definition kein konkreter abgrenzbarer Zustand, sondern pendelt zwischen 2 Polen. Genanntes Beispiel schwächt und während wir fürchten, krank zu werden, können wir es bereits werden.

Unser Rat an dich: schule deine Achtsamkeit, wohin du deine Energie lenkst.

Setze dir vielleicht einen eingegrenzten Zeitrahmen, den du dir für Nachrichten vorbehältst. Vielleicht wäre ein sogenanntes Digital Detox für 2, 3 Tage was für dich. Das bedeutet, für eine bestimmte Zeit auf Zeitung, TV, Internet und weiteren Informationen zu verzichten und sich nur mit dem unmittelbaren Leben zu beschäftigen. In so kurzen Etappen verpasst du sicher nichts, was es zwingend zu wissen gäbe.

Nimm dir bewusst vor, die Zeit mit deinen Lieben von Problemgesprächen freizuhalten, um stattdessen schöne Dinge zu tun, wie gemeinsam spazieren zu gehen oder dich auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen, z.B. mit Früchtepunsch oder Plätzchen backen. Übe dich in Achtsamkeit, schenke deinen Sinnen Aufmerksamkeit, komme immer wieder in den gegenwärtigen Moment zurück.

Wenn du allein bist, magst du vielleicht deinen Fokus wieder mehr auf das Lesen von einem guten Buch legen, einem alten vergessenen Hobby eine Chance zu geben, soweit dies möglich ist. Du könntest dich im Internet, gern auch bei Rehappy, vernetzen und in den Austausch mit anderem Betroffenen gehen!

Hier noch 8 weitere Tipps gegen den Corona-Blues

1. Schaffe dir eine Tagesstruktur – steh zur gleichen Zeit auf, frühstücke gepflegt, plane Aktivitäten ein und schaffe Regelmäßigkeit. Plane sowohl fordernde als auch entspannende Aktivitäten.

2. Nutze deine Stärken, um positive Aktivitäten durchzuführen. Schaffe dir sinnvolle Tätigkeiten, um deine Stärken weiter auszubauen, wie z.B. Kreativ-Zeit oder ein altes Hobby.

3. Bleibe in sozialem Kontakt – führe jeden Tag mindestens ein Gespräch z.B. per Online-Verabredung zu einem Kaffee. Achte bewusst darauf, wieviel Raum du Corona gibst. Gut tut es auch, anderen eine Freude machen. Denn das steigert die eigene Freude.

4. Bewege dich mindestens 30 Minuten am Tag, falls möglich an der frischen Luft. Mache einen herrlichen Spaziergang oder Übungen wie Hockergymnastik, Rückenschule oder Yoga für Anfänger (z.B. aus Youtube).

5. Erlaube dir auch „schlechte“ Gefühle, denn die sind normal. Bleibe aber achtsam,

 dich nicht darin zu verlieren. Setze dir eine Art maximale „Sorgenzeit“, um danach einen Gedankenstopp zu machen und dir bewusst positive Dinge in den Geist zu holen.

6. Schaffe dir Freiräume, wenn du mit jemandem zusammenlebst. Trefft gemeinsam Absprachen, um jedem Zeit alleine einzuräumen. Im Gegenzug verabredet euch zu einem Koch- oder Spieleabend, zu einem Spaziergang oder allem, was die Qualität der gemeinsamen Zeit hebt.

8. Schalte auch mal ab. Bei täglich neuen Pandemie-Meldungen steigen Ängste und Sorgen – sogar Schlafstörungen können entstehen. Setze dir feste Zeiten von maximal 30 Minuten täglich, in denen du dir Nachrichten ansiehst. Oder mal einen Tag auf ganz verzichten bewirkt Wunder und holt dich wieder mehr in deine eigene Welt zurück.



Quelle:

Bartholomäus, M., & Schilbach, L. (2020). Psychisch gesund bleiben während Social Distancing, Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen auf Grund des Corona-Virus. Verhaltenstherapeutische Interventionen in einem Kurzprogramm zur Selbstanwendung, oO.